Liebe

Bin noch nicht alt,
doch es wird höchste Zeit,
bin endlich wieder bereit,
für das schönste Leid.

Du warst weg
und ich wusste nicht wo,
hab Dich nicht mehr gefunden
und war fast froh.

Meins …
ein Leben ohne Dich
… ist keins.
Mir wird klar:
mein Herz war blind
und Du immer da.

Küsse meine Wunden,
spende mir Kraft,
heile den Schmerz,
bis sie wieder erwacht.

Ich dreh mich um
und seh in Dein Gesicht,
dort seh ich sie:
weizenblondes Haar
und Sommersprossen.

Ode an einen Freund

In der Stadt
und auf dem Land
bist Du als Tier der Gattung
Charakter-Schwein bekannt.

Verkaufst die heile Welt
und spielst den Netten,
interessiert nur am schnellen Geld,
darauf kann man wetten.

Anderer Leute Leben,
Dir egal,
Du bist voll daneben.

Lügen und betrügen,
leere Versprechen,
doch alles wird sich fügen.

Meine Leute,
mein Geld,
mein Besitz,
Du hältst Dich für unangreifbar,
das ist ein Witz.

Bauernschlau und verkommen,
fühl Dich nur sicher,
meine Zeit wird kommen.

Du stehst über dem Gesetz
und ich daneben,
ich werde mich rächen Du Knecht:
ich werde leben.

Gibst gern den klugen Berater,
lässt Dich feiern,
schmückst Dich mit fremden Federn
und spielst Dir dann
vor Freude an den Eiern.

Denk daran,
im Leben muss nicht alles bleiben
wie es ist,
Du kannst alles verlieren,
hältst Du das aus,
Du Egoist?